Der Transportflieger Transall C-160 D

Die Transall C-160 D - das frühere Transportflugzeug der Luftwaffe am Boden und in der Luft.

Die Transall C-160 Maschinen des Lufttransportgewaders 62 vom Fliegerhorst Wunstorf.

Ihr Name 'Transall' steht für Transporter Allianz und die Bezeichnung C-160 ergibt sich aus dem 'C' für Cargo und 160 für die Flügelfläche in Quadratmetern - so einfach ist das.

Nach ihrem Erstflug im Jahre 1963 wurde die Transall C 160 als erstes deutsch-französisches Gemeinschafts-Projekt der Luftfahrt sowohl in Frankreich, der Türkei, Südafrika und auch bei der deutschen Luftwaffe eingesetzt.

Beheimatet waren die Transall C-160 D der deutschen Luftwaffe bei den Lufttransportgeschwadern 61, 62 und 63 sowie bei der Flugzeugführerschule 'S' und der Erprobungsstelle 61.  

Davon waren 28 Transall C-160 D jahrzehntelang beim LTG 62 auf dem Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover stationiert. Sie führten unentwegt Übungsflüge sowie Versorgungs-Flüge in Katastrophen-, Krisen und Kriegs-Gebiete, wie z. nach Afghanistan, mit grosser Präzision durch.

Vorgänger der C 160 Transall beim LTG 62 in Wunstorf war die Noratlas N 2501, von der es weltweit nur noch eine flugfähige Maschine gibt.

Als Nachfolger der betagten Transall ist der Airbus A 400 M inzwischen fast in der Sollstärke von 40 Exemplaren auf dem Wunstorfer Fliegerhorst eingetroffen, der für die neue und grössere Transportmaschine erheblich ausgebaut wurde.

Fotos, Fotos, Fotos... zeigen den Transporter Transall C-160 D in beeindruckenden Aufnahmen.

Da wir in unmittelbarer Nähe zum Fliegerhorst Wunstorf wohnen, liegt es nahe, dass wir mit unserer neugierigen Kamera stets im dortigen Umfeld auf der Lauer nach aussergewöhnlichen Flugzeugfotos liegen. 

Zuerst sehen Sie so 'unsere' frühere Transall-Flotte sauber und in Parade-Formation also auf dem Rollfeld des Fliegerhorstes Wunstorf in der Region Hannover aufgestellt, denn hier beim Lufttransportgeschwader 62 der Bundesluftwaffe durften wir ein spannendes Fotografen-Meeting abhalten.

Die ausgemusterte Maschine der Nummer 51+07 dieser interessanten Bauart ist unmittelbar neben dem Transportfliegermuseum der JU 52 Halle an der Kleinheidorner Wache des Fliegerhorstes als fest verankertes Museumsstück im Originalzustand von nahem - und zu besonderen Anlässen - auch von innen zu bewundern.

Eine weitere, ebenfalls von uns aufgespürte Museumsmaschine Transall C-160 D mit der Kennung 50+56 steht seit dem September 2011 im auf dem Flugplatz Berlin-Gatow des Militär-Historischen Museums der Bundeswehr. 

Auf dem Fliegerhorst-Rollfeld von Wunstorf und in der Luft... Aufnahmen der Transall C-160 D.

Unser Highlight sind die Fotos, die die Transall C 160 in verschiedenen Lackierungen auf ihren Übungsflügen im Luftraum über dem Steinhuder Meer zeigen.

Scherzhaft wurden diese Rundflüge des Lufttransportgeschwaders 62 von der Bevölkerung im mittleren Niedersachsen scherzhaft auch 'RiMiNi-Flüge' genannt... nach dem Städtedreieck Rinteln-Minden-Nienburg!

Wir können uns noch sehr gut an das tiefe, sonore Brummen der Transall-Motoren erinnern, wohnen wir doch nahe des Fliegerhorstes.

Jahrzehntelang setzte die Bundesluftwaffe die Transall C-160 für ihre weltweiten Transporte in aller Welt ein. Am bekanntesten ist der vielseitige Transporter durch die weltweiten Hilfseinsätze bei humanitären Notlagen und Naturkatastrophen geworden - ein 'Engel der Lüfte'.

Ab Ende 2014 wird die altgediente Dame Transall - inzwischen ein fliegender Oldtimer - bei der bundesdeutschen Luftwaffe schrittweise vom neu entwickelten Airbus A 400 M abgelöst. Auf dem Fliegerhorst Wunstorf ist bereits seit längerem keine C-160 Transall mehr stationiert.

Die Transall C 160 ist mittlerweile schon über 50, ihr Erstflug war bereits am 25. Februar 1963.

Vom Lufttransportgeschwader 62 auf Fliegerhorst Wunstorf wurde die Transall C-160 ab Mai 1969 bis Anfang 2015 aus eingesetzt.

Diesen bedeutenden und hochmodernen Militärflughafen in der Region Hannover

präsentieren wir in unserer gesonderten Reportage mit einer feinen Bildergalerie eindrucksvoller und authentischer Aufnahmen. 

Ein kleiner technischer Steckbrief des Transportfliegers Transall C-160 D:

Das mittelgrosse, militärische Transportflugzeug Transall C 160 ist ein freitragender Schulterdecker in Ganzmetall-Bauweise mit zwei Turbopro-Triebwerken.

  • Antriebsart - 2 Turboprop Triebwerke Rolls-Royse MK.22
  • Leistung je Triebwerk - 5738 PS
  • Geschwindigkeit - 513 kmh
  • Dienstgipfelhöhe - 8230 m
  • Steigleistung - 396 m/min
  • Leergewicht - 28946 Kg
  • Maximales Startgewicht - 49150 Kg
  • Zuladung - 16.000 Kg oder 93 Soldaten + 5 Mann Besatzung
  • Länge 32,40 m - Flügelspannweite 40,00 m - Höhe 12,36 m
  • Besatzung - Pilot, Copilot, Bordtechniker, Navigator und Ladungsmeister.

Entwickelt und gebaut wurde die Transall C 160 ab 1958 vom deutsch-französischen Konsortium Transporter-Allianz, bestehend aus den Vereinigten Flugtechnischen Werken VFW aus Bremen, der Hamburger Flugzeugbau HFB und Nord-Aviation aus dem französischen Chatillion-sous-Bogneux.

Alle drei Unternehmen gehören heute zum Airbus-Konzern. Wie weiter oben schon angemerkt, verdankt die Transall dieser Transporter-Allianz auch ihren Namen.

Am 25. Februar 1963 stieg die Transall mit der Kennung C-160 V1 erstmals vom französischen Flughafen Melun-Villaroche für 55 Minuten in die Lüfte - heute ein wahrer fliegender Oldtimer!

Bye Bye Transall - zum Jahresende 2021 wird die Transall C-160 endgültig ausser Dienst gestellt.

Die letzten Transall-Maschinen der Bundesluftwaffe sind bis dahin noch beim Lufttransportgeschwader 63 in Hohn bei Rendsburg in Schleswig-Holstein stationiert.

Für eine erste Abschiedstour im Juni 2021 wurde dort die Transall C-160 mit der Kennung 50+40 in rund 900 Arbeitsstunden mit einer besonders farbenfreudigen Sonderlackierung versehen, dabei wurden etwa 400 Liter Farbe verbraucht.

Die von uns am Ende unserer Transall-Fotoshow gezeigten Aufnahmen von der Transall-Abschiedstour beim Überflug des Wunstorfer Fliegerhorstes stellte uns freundlicherweise der Flugzeug-Spotter Henrik Bartels (DL60CH) zur Verfügung. Besten Dank!  

Nach ihrer endgültigen Ausmusterung sollen die meisten der verbliebenen Transall-Maschinen der Luftwaffe verschrottet werden.

Einige wenige 'Tralls', wie sie auch liebevoll genannt wurden, werden aber diesem traurigen Schicksal entgehen und landen, zum Glück ihrer Fans, in verschiedenen Luftfahrt-Museen. 

Das passende Buch aus dem Motorbuch-Verlag zu dieser legendären Militär-Transportmaschine:

Gerhard Lang
C-160 Transall
Die Flugzeugstars

Transall

ISBN - 978-3-613-04229-2
144 Seiten, ca. 160 Abbildungen
Format: 240 x 220 mm - Preis 19,95 €

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