Die Breguet 1150 Atlantic

Die Breguet 1150 Atlantic - Seefernaufklärer und U-Boot-Jagdflugzeug der deutschen Marine.


Im Focus... ausgediente Breguet 1150 Atlantic Maschinen in verschiedenen Luftfahrtmuseen.

Die Breguet BR. 1150 Atlantic wurde im Rahmen eines internationalen Gemeinschaftsprogramms unter Beteiligung Frankreichs, Deutschlands, der Niederlande, Belgiens sowie Italiens ab 1958 entwickelt.

Ziel war es, ein leistungsfähiges Flugzeug für die Seeraum-Überwachung - MPA Maritime Patrol Aircraft - und zur U-Boot-Jagd einsetzen zu können.

Die Serienproduktion der Breguet Atlantic begann dann Mitte 1963. Der deutsche Part unter Federführung von Dornier bestand aus dem Rumpfheck, der Unterschale des Rumpfmittelteils und dem Leitwerk.

Die deutschen Marineflieger erhielten in der zweiten Hälfte der 196oer-Jahre 20 Breguet Atlantic, von denen fünf zu elektronischen Aufklärungsmaschinen - SIGINT Signal Intelligence - umgerüstet wurden.

Vierzehn der deutschen MPA-Maschinen wurden in den 1980ern dem Modernisierungs-Programm - KWS Kampfwertsteigerung - unterzogen.

Die letzte deutsche Breguet 1150 Atlantic wurde im Jahre 2010 ausser Dienst gestellt.

Fotos, Fotos, Fotos... von fünf der neun erhaltenen Museums-Maschinen der Breguet Atlantic.

Insgesamt neun Breguet 1150 Atlantic sind dem Schicksal der Verschrottung entgangen und können heute in verschiedenen Flugzeug-Museen bewundert werden.

Fünf dieser Maschinen haben wir bei unseren Museumsbesuchen bislang aufgespürt und fotografiert. 

Erleben Sie in unserer obigen Fotoshow die nachfolgenden Flugzeuge hautnah:

  • Breguet 1150 Atlantic SIGINT- Kennung 61+06 - Gate Guard MFG 3 'Graf Zeppelin' Nordholz

  • Breguet 1150 Atlantic - Kennung 61+14 - Aeronauticum Nordholz bei Cuxhaven

  • Breguet 1150 Atlantic - Kennung 61+17 - Luftwaffenmuseum Berlin-Gatow

  • Breguet 1150 Atlantic - Kennung 61+05 - Luftfahrtmuseum Rechlin-Lärz

  • Breguet 1150 Atlantic - Kennung 61+04 - Dornier Stiftung Friedrichshafen 

Die Breguet 1150 Atlantic - Seefernaufklärer und U-Boot-Jagdflugzeug der deutschen Marine.

Ein wenig Historie zum Standort der Marineflieger in Nordholz bei Cuxhaven.

Die Ursprünge des Fliegerhorstes Nordholz gehen noch auf Kaisers Zeiten zurück. Ab 1912 waren hier - streng geheim - Luftschiffe zur Kriegsführung - stationiert.

1938 übernahm die Luftwaffe der Deutschen Wehrmacht den Flugplatz Nordholz und baute ihn aus.

Nach dem Kriege wurde der Fliegerhorst Nordholz wechselnd von den Amerikanern und den Engländern benutzt, bis ihn die Bundesmarine übernehmen konnte und zum Marine-Fliegerhorst umbaute.

Hier in Nordholz waren die zwanzig Breguet 1150 Atlantic von 1966 bis 2005 stationiert

Heute sind hier SAR-Rettungshubschrauber sowie acht Seefernaufklärer Lockheed P-3 C Orion und je ein Ölaufklärungs- bzw. Transportflugzeug Do 228-212 LM und Do 228 NG LM stationiert.

Als Nachfolger der Lockheed P-3 C Orion wird derzeit die Boeing P-8A Poseidon gehandelt, einem militärischen Derivat der Boeing 737 NG. 

Die Breguet 1150 Atlantic der deutschen Marineflieger- einige technische Daten

  • Länge 31,7 m - Rumpfbreite 2,90 m - Rumpfhöhe 4 m
  • Spannweite 36,3 m
  • Leergewicht 24.000 kg - Startgewicht max. 43.200 kg
  • Dienstgipfelhöhe 9145 m
  • Triebwerk - zwei Turboprop Rolls-Royce Tyne RTY.20 Mk 21
  • Leistung - je 4500 kW
  • Höchstgeschwindigkeit 650 kmh - Reisegeschwindigkeit 570 kmh
  • Reichweite 8000 km
  • Besatzung 12 Personen
  • max. Einsatzdauer 18 Stunden
  • Standard-Bewaffnung - Mk.46-Torpedos, Wasserbomben, 250 kg Minen, AS-12/AS-20/AS-30-Anti-Schiff-Raketen, AS-37-Anti-Radar-Raketen

Die Breguet 1150 Atlantic - Seefernaufklärer und U-Boot-Jagdflugzeug der deutschen Marine.

Die fantastische Welt der Luftfahrt und des Fliegens - in spannenden Fotos präsentiert!

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