Eisenbahnmuseum Jaworzyna Śląska

Jaworzyna Śląska – das erstklassige Eisenbahnmuseum südlich von Breslau in Südpolen.

Muzeum Przemysłu i Kolejnictwa na Śląsku - das Industrie- und Eisenbahnmuseum in Schlesien.

Das Eisenbahn-Freiluftmuseum Jaworzyna Śląska, ehemals Königszelt, in Niederschlesien.

Wie wir während eines dreiwöchigen Urlaubs mit individueller Rundfahrt selber auf das Angenehmste erleben durften, ist eine Reise durch Südpolen nicht nur für alle Fans von Städtetouren und für Naturfreunde, sondern auch für die Liebhaber von nostalgischen Eisenbahnen und historischen Dampflokomotiven ein reines Vergnügen.

Neben dem Museum für Fahrzeuge und Bahntechnik in Chabówka gehörte deshalb auch das Eisenbahn-Museum Jaworzyna Śląska zu unserem dortigen anspruchsvollen Technik-Besuchsprogramm.

Es lag für uns zum Glück günstig auf der Strecke von Breslau, der Hauptstadt Niederschlesiens, in die Nähe von Jelenia Gora in der Region Karkonosze, der Riesengebirgs-Region, wo wir für mehrere Tage auf dem Bio-Bauerhof Kowalowe Skaly eines ausgewiesenen Eisenbahn-Experten Erholung fanden.

Das Freiluftmuseum Jaworzyna Śląska - eine Technik-Ausstellung vom Feinsten!

Als Nachfolger des wenig erfolgreichen Museums der polnischen Staatsbahn PKP an gleicher Stelle, hat das Eisenbahn-Museum Jaworzyna Śląska seinen Sitz seit 2005 am Ringlokschuppen mit der Drehscheibe und der Dampflok-Infrastruktur abseits des Bahnhofs des früheren Eisenbahner-Städtchens.

Im Display... 50 Dampfloks. Die Sammlung des Freiluftmuseum Jaworzyna Śląska besteht aus immerhin fünzzig Normalspur-Dampflokomotiven polnischer, deutscher, österreichischer, englischer und amerikanischer Hersteller von 1890 bis in die 1970er Jahre, sowie zahlreicher Wagons und Sonderfahrzeuge.

Alle Exponate der von der Polnischen Staatsbahn übernommenen Sammlung waren in einem recht schlechten technischen Zustand. Etliche von ihnen sind inzwischen schon auf einen optisch sehr ansprechenden Zustand gebracht worden, allerdings liegt auch noch viel Arbeit vor der motivierten Mannschaft des Museums.

Die wertvollsten Dampfloks der Sammlung sind unter anderem die einzigen weltweit erhaltenen Maschinen der Baureihe Tr 5-65 des Baujahres 1921/24, Tr 7-3 von 1941, Tp 2-34 aus dem Jahr 1906, Ty 37-17 von 1938 und die TKh-2-12 des Baujahres 1890. Als eine der ältesten Dampflokomotiven in Polen kam sie auch schon in zahlreichen Spielfilmen zum Einsatz.

Für Rundfahrten auf dem ausgedehnten Museums-Gelände - in der Saison an Wochenenden - unter dem Namen 'Dampflokroute', wird auch die einzige betriebsfähige Dampflok Niederschlesiens, die polnische Tenderlok TKt48-18 des Baujahres 1951, eingesetzt.

Das Museum heisst aber auch deshalb 'Industrie- und Eisenbahnmuseum in Schlesien', weil es dort neben der dominierenden Eisenbahn-Abteilung auch eine Sammlung historischer Harley-Davidson-Motorräder sowie Ausstellungen von Industriemaschinen und –Geräten zu sehen gibt.

Zum deutschsprachigen Teil der Website des Museums - www.muzeumtechniki.pl

Unsere Bildergalerie von Jaworzyna Śląska... kurz und bündig!

Von der Vielzahl an spannenden Exponaten machten wir in kurzer Zeit eine grosse Anzahl schöner, nostalgischer Fotos. Da fiel es uns schon schwer, die Bildauswahl auf die für eine Bildergalerie erträgliche Menge zu reduzieren. 

Wir glauben, dass es uns dabei ganz gut gelungen ist, Ihnen mit unserer 'Appetitanreger'-Auswahl einen ordentlichen Eindruck dieses aktiven und sehr gepflegten Museums zu bieten. Wer mehr will, bitte! Jaworzyna Śląska ist gar nicht so weit von der Autobahn zur deutschen Grenze entfernt.

Jaworzyna Śląska - ein wenig Eisenbahn-Historie für Niederschlesien.

Königszelt, das heutige Jaworzyna Śląska, entstand im Zusammenhang mit dem Bau des Bahnhofs im Jahre 1843 für die Bahnstrecke Breslau - Freiburg. 

Die Abzweigung nach Schweidnitz aus dem Jahr 1844 wurde später zur wichtigen Sudetenstrecke von Liegnitz nach Kandrzin-Cosel. was die Bedeutung des Bahnhofs in Königszelt erheblich steigerte.

Der Name Königszelt sollte an die Zelt-Übernachtung von König Friedrich II. am Vortag der Schlacht bei Hohenfriedeberg erinnern.

Der grosse Bahnhof hatte zuerst einen Lokschuppen für zwölf Lokomotiven. In den 1890er Jahren wurde ein zweiter Lokschuppen mit zusätzlichen Stellplätzen errichtet.

Das heutige Museums-Gebäude mit neunzehn Stellplätzen und einer Drehscheibe, entstand dann in den Jahren 1906 bis 1907 zwischen den Gleisen nach Breslau und Schweidnitz.

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