Die Lockheed Constellation

Die Lockheed Constellation - einer der formschönsten und elegantesten Propliner ever!

Lockheed Constellation L-749 und 1049 G Super Constellation... 'Connie' und 'Super Connie'!

Um die hohe Zeit der klassischen Propliner mit erlebt zu haben sind die meisten Menschen noch viel zu jung.

Das ist eigentlich sehr schade, denn ansonsten hätten die Freunde der Luftfahrt die Constellations, oder 'Connies', wie sie liebevoll genannt werden noch im aktiven Flugbetrieb miterleben können.

Umso mehr freuen wir uns, Ihnen hier erstklassige Fotos von gleich drei verschiedenen Lockheed Constellations präsentieren zu können.

Wir haben Sie in verschiedenen, gut aufgestellten Luftfahrtmuseen in den Niederlanden und in den Vereinigten Staaten mit unserer neugierigen Kamera für Sie aufgenommen.

Die Lockheed Constellation - ein wichtiges Kapitel der Propliner-Geschichte

Die Entwicklung der Constellation mit Druckkabine und Klimaanlage erfolgte auf Wunsch des Haupteigners der Trans World Airlines.

Ein erster Prototyp startete am 9. Januar 1943 von Burbank aus zu seinem erfolgreichen Erstflug.

L-049  - als erste Airline begann die Pan American ab Februar 1946 den Linienflugbetrieb mit der L-049 Constellation. 

L-649 und L-749 - von der mit verstärktem Fahrwerk versehenen L-649 und der mit größeren Tanks ausgerüsteten L-749, wurden zusammen 145 Stück hergestellt.

L-1049  - die um 5,65 m verlängerte L-1049 Super Constellation für maximal 109 Passagiere wurde ab Oktober 1950 zur erfolgreichsten Variante der Constellation-Familie.

Einschließlich der Ausführungen für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten wurden insgesamt 579 Stück gebaut.

L-1649 - die Lockheed L-1649 Starliner mit wesentlich größeren Treibstofftanks in den neuen Flügeln flog erstmals am 10. Oktober 1956.  

Bei voller Nutzlast wurde eine für damalige Zeiten enorme Reichweite von 8700 km  erzielt.

Damit war die Super Star als erstes Verkehrsflugzeug in der Lage nonstop die Distanz zwischen Europa und Nordamerika zu überbrücken.

Von den insgesamt 856 von Lockheed, einschliesslich der 'Super-Connies' und Super Stars, hergestellten Constellations, waren 2011 weltweit noch fünf Maschinen flugbereit.

Klasse Flugzeug-Fotos... bei uns im Display sind die folgenden Maschinen:

Lockheed Constellation L-749 in den Farben der der KLM, Baujahr 1948
 

Die 'Grande Dame' der niederländischen Luftfahrt kann im Haupthangar des Aviodrom in Lelystad in den Niederlanden von aussen und innen besichtigt werden.

Allerdings handelt es sich bei dieser Constellation nicht um eine der Original-Maschinen, wie sie bei der KLM als 'Fliegender Holländer' oder 'Flying Dutchman' im Einsatz gewesen ist. 

Vor ihrer Sanierung in der Wüste Arizonas und zum Teil in den Niederlanden flog die Constellation bis 1967 für die US-Luftwaffe. Danach diente die 'Connie' als Sprüh-Flugzeug für die Landwirtschaft.

Im Jahr 1993 wurde das Flugzeug von der Stiftung Constellation Niederlanden übernommen und 2001 an das Aviodrome am Flughafen Lelystad übergeben.

In den damaligen Farben der KLM lackiert, ist diese Lockheed Constellation L-749 eine der Haupt-Attraktionen des Aviodroms in Lelystad nahe Amsterdam.

Aktuelle Infos zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen bietet Ihnen die Website... aviodrome.nl

Lockheed VC-121A Constellation 'Bataan', Baujahr 1949 

1948 bestellte die US Air Force bei Lockheed zehn Maschinen der Constellation L-749 als C-121 A.

Diese Ausführung hatte einen verstärkten Boden und eine große Frachttür am hinteren Rumpf, sie konnte wahlweise auch mit einer 44-sitzigen Passagierkabine oder mit 20 Tragbahren für medizinische Zwecke ausgestattet werden.

Die zehn Flugzeuge - AF-Serien Nr. 48-0608 bis 0617 - wurden zwischen Dezember 1948 und dem ersten Quartal 1949 geliefert und kamen zur Westover Airforce Base als Teil der Atlantischen Division des Military Air Transport Service.

Kurzzeitig waren acht dieser Constellations, darunter auch die 'Bataan', für die Atlantik-Überquerung nach England oder Frankfurt an der Berliner Luftbrücke beteiligt, dabei flogen die acht Maschinen insgesamt über 5 Millionen Meilen.

Kurz nach dem Abschluß der Airlift-Operation wurden die Lockheed C-121 aus dem Dienst genommen und bei Lockheed für militärische VIP-Transporte umgebaut und zusätzlich ein Wetterradar an der jetzt spitzen Nase angebracht. 

Die Constellation 'Bataan' war das persönliche Flugzeug des Generals McAthur

Die hier gezeigte 'Connie' mit der Nummer 613 und dem Namen 'Bataan' wurde das persönliche Flugzeug von General Douglas McArthur und wurde von ihm als Oberbefehlshaber der Alliierten während des Koreakrieges benutzt.

Bataan, eine Halbinsel auf den Philippinen, war die letzte Bastion von McArthurs US-Truppen, die 1942 die Inseln gegen die Japaner verteidigten.

Das Flugzeugmuseum Planes of Fame erwarb das Flugzeug vor über 20 Jahren wo es am Standort Valle in Arizona ausgestellt wurde.

Kürzlich wurde die Constellation Lockheed VC-121 A  'Bataan' an Lewis Air Legends of Texas verkauft. Im Januar 2016 flog sie zum Flugzeugmuseum in Chino, Kalifornien, zur Aufarbeitung.

Die Restaurierung soll Anfang 2018 abgeschlossen sein, die 'Bataan' wird dann wieder voll flugfähig sein.

Wir haben diese Lockheed VC-121A Constellation im Herbst 2010 im Aussengelände des Flugzeugmuseums 'Planes of Fame' in Valle, Arizona, fotografieren können.

Leider war zu diesem Zeitpunkt die Verkleidung der Flugzueg-Nase abmontiert, was der Maschine ein etwas skuriles Aussehen gab.

Lockheed 1049 G Super Constellation der Trans-Canada Airlines, Baujahr 1954

Die in den USA 'Super G' genannte Lockheed 1049 G war die erfolgreichste Version der Lockheed Super Constellation und einer der letzten grossen Propliner mit Kolbenmotoren.

Der erste Flug des G-Modells erfolgte am 7. Dezember 1954, der kommerzielle Einsatz bei Northwest folgte am 1. Juli 1955.

Für den Langstrecken-Betrieb konnte die 'Super G' oder 'Super Connie' mit zusätzlichen Wingtip-Tanks ausgestattet werden, die die Kraftstoffkapazität um zwei Drittel erhöhten.

42 Lockheed 1049 G Super Constellation wurden von amerikanischen Airlines und 59 von ausländischen Fluggesellschaften geflogen.

Schon bald nach der Einführung dieses formschönen Flugzeugs wurde klar, dass Airlines künftig in Düsenflugzeuge, wie die Boeing 707 oder die Douglas DC-8 investieren würden.

Das in unserer Fotoshow gezeigte Flugzeug wurde im Jahr 1954 an Trans-Canada Airlines geliefert.

Nach einer Karriere als Passagierflieger und späterem Fracht-Einsatz, wurde die Super Constellation kurzzeitig in eine stationäre Cocktail-Lounge in Toronto, Kanada, umgewandelt.

Heute ist diese Lockheed 1049 G Super Constellation der Trans-Canada Airlines im Airpark vor dem Museum of Flight am Boeing Field in Seattle ausgestellt.

Ein kleiner technischer Steckbrief der Lockheed 1049 G Super Constellation

  • Länge 34,6 m - Flügelspannweite 37,5 m - Höhe 7,55 m
  • Leergewicht 31.298 kg - max. Startgewicht 62.370 kg
  • Antrieb - 4 luftgekühlte Curtiss-Wright R3350-972TC-18DA Turbo-Compound 18-Zylinder-Doppelsternmotoren, je ca. 55 Liter Hubraum und 3.250 PS (2.389
  • Reisegeschwindigkeit - 482 kmh
  • Reichweite - 6.486 km
  • Dienstgipfelhöhe - 7.050 m
  • Kapazität - Besatzung 4 bis 10, Passagiere 76 bis 99

Die 'Breitling' Super Constellation

Die nach dem Hauptsponsor als 'Breitling Super Constellation' benannte Maschine ist die einzige noch fliegende Constellation in Europa.

Die ehemalige Constellation C-121C der US-Airforce trägt das Kennzeichen HB-RSC in der Klasse der historischen Flugzeuge.

Mitglieder der Super Constellation Flyers Association in Basel setzen sie in der Sommersaison bei Airshows und historischen Flügen in nahezu ganz Europa ein.

Das Flugzeug wird von Freiwilligen und Profis instand gehalten und durch Mitgliederbeiträge, Sponsoren und Flugkostenbeiträge finanziert.

Wer sich für Mitflüge interessiert... hier geht es zur Website superconstellation.org

Die Lockheed Super Star der Deutschen Lufthansa AG

Die Deutsche Lufthansa AG setzte ab 1958 vier L-1649 A Super Star in Ergänzung zu ihren bewährten L-1049 G Super Constellation auf Nordatlantikrouten ein, von denen zwei Super Stars 1960 von Lockheed zu Frachtern umgerüstet wurden.

Ein neues Leben in der Luft für die Super Star - die historische Flotte der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung soll schon bald mit einer Lockheed L-1649 A Super Star um eine weitere, legendäre Maschine ergänzt werden.  

Dafür wurde einer der beiden Frachter, die Super Star mit dem damaligen Kennzeichen D-ALAN, zusammen mit zwei ehemaligen TWA-Maschinen erworben. 

Die Restaurierungsarbeiten kommen in etwa einem Neubau gleich und sind im vollem Gange. Informrieren Sie sich über den Fortschritt auf der Website der Lufthansa-Technik.

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