Malbork - die Marienburg

Marienburg an der Nogat -  die gewaltige Burganlage ist der größte Backsteinbau Europas.

Die mächtige Marienburg oberhalb der Nogat - ein Symbol der Macht des Deutschen Ordens.

Die polnische Kreisstadt Malbork, zu deutsch Marienburg, mit knapp 40.000 Einwohnern liegt am Weichsel-Zufluss Nogat im flachen Weichsel-Delta, ca. 45 km südöstlich von Danzig und der Danziger Bucht entfernt.

Durch die Zerstörungen im II. Weltkrieg und dem zweckmässigen, späteren Wiederaufbau bietet Malbork dem Touristen wenig, mit einer Riesen-Ausnahme... denn oberhalb des Nogat-Ufers am Rande der Innenstadt thront die mächtige, mittelalterliche Ordensburg des Deutschen Ordens, immerhin Europas grösster Backsteinbau - die Marienburg! 

Auch die weitläufigen Gemäuer der Marienburg waren im Zweiten Weltkrieg zu mehr als 60 Prozent zerstört, nachdem die Marienburg gegen die heranrückende sowjetische Armee zum Ende des Krieges zur Festung erklärt wurde.

Aber die polnischen Restaurateure leisteten in einer immensen Anstrengung ab 1961 ganze Arbeit, so dass die Marienburg heute wieder im alten Glanz erstrahlt.

Als einer der meisten von Einheimischen und ausländischen Touristen besuchten Plätze in ganz Polen, gehört die Marienburg zu Recht zum Unesco-Weltkulturerbe. 

Wir von Globetrotter-Fotos.de haben die Marienburg mittlerweile zweimal besucht.

Erstmals im Rahmen einer Eisenbahn-Gruppenreise im Sommer 1994, die uns weiter nach Kaliningrad, dem früheren Königsberg führen sollte und dreiundzwanzig Jahre später im Juni 2017 während einer PKW-Rundreise durch Polen mit dem Schwerpunkt der masurischen Seen.

Reise-Erinnerungen an unsere mehrstündige Besichtigung der Marienburg im Sommer 1994.

Unter deutschsprachiger Führung eines gewissenhaften, älteren polnischen Herrn konnten wir damals die mächtige Burganlage der Marienburg oberhalb des östlichen Ufers der Nogat vor unserer Weiterreise nach Kaliningrad in Ruhe und gründlich besichtigen.

So kamen wir nicht nur in die äusseren Burganlagen mit ihren vier Befestigungsringen, sondern auch in die weitläufigen Räumlichkeiten des Mittel- und des Hochschlosses.

Das war echt beeindruckend, aber mit der Zeit und den einschläfernden Erläuterungen des Führers auch ein wenig langweilig.

Unterhalb der riesigen Anlage hatte glücklicherweise ein Restaurant-Schiff auf der Nogat festgemacht, welches wir mit zwei Lübecker Mitreisenden von den Anderen unbemerkt ansteuern konnten.

Das polnische Bier war dunkel, stark und süffig und hatte einen Piraten-Windjammer auf dem Etikett, gerade das richtige Mittel gegen die drohende Unterhopfung.

An viele Einzelheiten können wir uns heute nicht mehr so recht erinnern.

Allerdings waren wir immerhin noch in der Lage, dem Wirt aus der Deko des Restaurants zu günstigen Konditionen zwei alte Schiffslaternen aus Messing abzuhandeln, die heute noch unser Treppenhaus schmücken. 

Faszinierende Aufnahmen von der Marienburg im Wandel der vergangenen Jahrzehnte! 

Fotos, Fotos, Fotos... unsere Marienburg-Bildergalerie zeigt die Burganlage überwiegend so, wie sie sich 2017 dem Besucher darstellt, also bestens restauriert.

Das war im Jahre 1994 noch nicht ganz der Fall. Deshalb haben wir in den Mittelteil unserer Fotoshow etliche Aufnahmen eingeklinkt, die den damaligen Zustand der Marienburg zeigen.

Da dieser Teil der Bildergalerie noch auf Farbnegativmaterial aufgenommen und erst später digitalisiert wurde, ist schon ein Qualitäts-Abfall zu erkennen. Aber... so ist's eben authentisch!

Besonders beeindruckend ist die Sicht auf die Marienburg vom Westufer der Nogat, das über eine hölzerne Fussgängerbrücke vom Burggelände aus zu erreichen ist.

Wegen des herrlichen Panoramas, sollte man diesen kleinen Weg nicht versäumen.

Ebenso empfehlenswert ist das Essen im Restaurant Piwniczka in den westlichen Gemäuern der Burg, bei schönem Wetter natürlich draussen unter hohen Bäumen.

Die Marienburg, die mittelalterliche Ordensburg des Deutschen Ordens an der Nogat.

Ab dem Jahre 1274 im 13. und 14. Jahrhundert errichtet, besteht die geschickt angelegte Marienburg aus vier Befestigungsringen und den Grossbauten:

  • Konventsschloss, dem Hochschloss

  • Mittelschloss mit dem Hochmeisterpalast

  • und der Vorburg am Ufer der Nogat

Die einzelnen Festungsteile sind von Ringmauern umgeben und jeder einzelne Teil konnte sich selbstständig verteidigen.

Die Durchgänge waren dabei mit Fallgittern, Torzwingen, Wehrgängen, Pechnasen und Schießscharten gesichert. 

Bei einer Besichtigungstour der Marienburg fühlt man sich also direkt in das Mittelalter zurück versetzt!

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