Die Jaldapara Tiger Reservation

Jaldapara oder Jaldhapara National Park - das Schutzgebiet für Tiger in West Bengalen.



Jaldapara Wildlife Santuary - Jaldapara Tiger Reservation - West Bengal, Nordindien.


Tiger Reservat hört sich schon einmal gut an, auch wenn man üblicherweise keinen einzigen dieser inzwischen äusserst seltenen Grosskatzen zu Gesicht bekommt! Ein Sechser im Lotto scheint häufiger vorzukommen.

Nach einer recht anstrengenden, dreiwöchigen Himalaya Tour in den nordindischen Bundesstaaten West Bengal und Sikkim hatten meine Reisepartnerin Margit aus der Steiermark und ich dieses abgelegene Tiger Schutzgebiet ausgesucht, um dort einige Tage zu entspannen, 'abzuhängen' und uns für die Rückreise in das brütend heisse Kalkutta zu regenerieren.

Die abenteuerliche Busfahrt führte von Siliguri weit in Richtung Assam in den schmalen Landstreifen Indiens zwischen den Staaten Bhutan und Bangladesh am Fuße der Lage östlichen Himalaya. Bei der Kleinstadt Madarihat war der Jaldapara Park erreicht. Eine angenehme Unterkunft fanden wir per landesüblicher Fahrrad-Rikscha in der Jaldapara Tourist Lodge unmittelbar am Rande des Tigerschutzgebietes. Ganz in der Nähei war dazu eine Krankenstation für verletzte Leoparden zu besichtigen.

Per gemietetem Taxi unternahmen wir von dort eine Tour durch die savannenähnlichen Wälder des Jaldapara National Parks, Tiere bekamen wir dabei nicht zu Gesicht, es lag wohl an der ungünstigen Tageszeit dafür.

 
Mit etwas Hartnäckigkeit und Glück konnten wir dann für einige Tage in der Hollong Forest Lodge unterkommen. Diese komfortable Unterkunft aus britischer Kolonialzeit liegt direkt im Jaldapara Wildlife Sancuary am Rande einer grossen Waldlichtung, die nur sechs geräumigen und sehr komfortablen Zimmer sind stets überwiegend durch indische Touristen belegt.
 
Wildtier-Beobachtungen, aber... keine Tiger zu sehen!

Die Beobachtungsmöglichkeiten der Wildtiere direkt aus den Zimmern der Lodge sind echt phänomenal. Aber... Tiger und andere Raubkatzen wurden von uns leider nicht gesichtet, dafür haben wir viele Hirsche und ein einzelnes Nashorn in der freien Wildbahn erleben dürfen. In der Dämmerung standen wir von diesem gewaltigen Tier etwa 10 Meter und nur durch einen kleinen Bach getrennt, staunend vis á vis. Das ist Wildlife pur!

Üblicherweise sind Safaris durch den Park auf dem Rücken von Elefanten im Angebot. Leider waren die Elefanten während unseres Besuchs zum Elephant census, einer landesweite alle fünf Jahre durchgeführten Elefantenzählung, gerade nicht am Ort.
 
Funny - zum Geldtausch muss man in das Nachbarland Bhutan im Himalaya fahren.

Ein notwendiger Geldtausch von US-Dollars in indische Rupees war in der Bank of India-Filiale von Madarihat auch mit der Kreditkarte partout nicht möglich. Der freundliche, aber sichtlich inkompetente Bankdirektor schickte uns interessanterweise dafür auf eine anderthalbstündige Busfahrt nach Puntsholing, im geheimnisvollen Himalayastaat Bhutan.
 
Der Grenzübertritt erfolgte ohne jedwelche Kontrollen oder Proble zu Fuß durch ein riesiges Ornament beladenes Tor. Nach einem längeren Fussmarsch erhielten wir dann tatsächlich in der Nationalbank von Bhutan unsere dringend benötigten indischen Rupies.
 
Immerhin nahm diese Aktion mit den Busfahrten und einer - dann freiwilligen - Stadtbesichtigung von Puntsholing einen ganzen Tag in Anspruch. Da sieht man, dass auf Globetrotter-Reisen Zeit genung stets auch für aussergewöhnliche Vorgänge einzuplanen sind.

Indien - der zauberhafte und geheimnisvolle Subkontinent Südasiens.

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