Die Ghosttown Bodie


Ghosttown Bodie - die guterhaltene Goldgräberstadt in ostkalifornischer Wildnis.

Scenic Backroad Tours - Motor Touring in the Eastern Sierra - Mono County, California

Bodie State Historic Park - the Ghosttown Bodie, eine echte Geisterstadt.

Die komplette Goldrausch-Idylle in rauer und abgelegener ostkalifornischer Berglandschaft nahe der Grenze zu Nevada, das ist die Ghosttown Bodie - eine echte Geisterstadt.
 
1859 hatte Wakeman Bodey Glück, er entdeckte Gold, als er mit drei anderen Abenteurern die Berge der Sierra Nevada durchstreifte. Der nach ihm benannte Bodey Mining District wurde schnell ausgebaut. Als 1877 eine Minengesellschaft auf eine sensationell reiche Goldader stieß, war es aber mit dem gemächlichen Treiben schlagartig vorbei.

Binnen eines Jahres förderte die 'Bunker Hill Mine' Gold und Silber im Wert von sagenhaften 784.523 US-Dollar und Bodie prosperierte zu einem Städtchen von 8 bis 12.000 rauhbeinigen Einwohnern.
 
Durch den Goldrausch wurden Glücksritter und wilde Gesellen aus aller Herren Länder magisch angezogen, hier pulsierte das Leben.  Nur ein Jahr später gab es in Bodie bereits 22 Minen. 60 Saloons und 15 Bordelle boten den rauhbeinigen Bewohnern ein  ausschweifendes Vergnügen. Morde, Schiessereien und andere Gewaltverbrechen waren an der Tagesordnung - das war der 'Wilde Westen' in Reinkultur!

'Ein Meer der Sünde, von den Stürmen der Wollust und Leidenschaft gepeitscht'

so schimpfte noch im Jahre 1881 der Pfarrer F. M. Warrington über Bodie und traf den Nagel auf den Kopf. 

Nur wenige Jahre später allerdings zog der wilde Tross aus Prostituierten, Glücksspielern und Minenarbeitern schon weiter in die Rockies von Colorado, in weniger ausgebeutete Regionen. Nur etwa 1.500 Einwohner blieben Bodie treu.

Im Jahre 1932 kam es zu einem verheerenden Brand, dem fast alle der rund 2.000 Holzhäuser Bodies zum Opfer fielen.
 
Etwa Mitte der 1930er Jahre waren dann die Goldvorräte in den Bodie Hills erschöpft. Nachdem auch die letzte Mine unergiebig geworden war, wurde Bodie von seinen Bewohnern verlassen. Alles, was nicht mitzunehmen war, verblieb vor Ort. 

Insgesamt wurde in den Bodey Hills Silber und Gold im Gesamtwert von rund 34 Millionen Dollar aus der Erde gefördert.

Ehedem Boomtown, ist Bodie heute verlassen und eine richtige Geisterstadt.

Mit verbliebenen 168 windschiefen und zum Teil verfallenen Holzhäusern ist Bodie als besterhaltene Geisterstadt der ganzen Vereinigten Staaten erst Jahrzehnte später wieder entdeckt und für Besucher erschlossen worden.
 
Von heissen Sommern und schneereichen Wintern zwar in Mitleidenschaft gezogen, zeigt Bodie heute als California State Historic Park einen ganz besonderen, morbiden Charme längst vergangener Zeiten.
 
Die Geisterstadt Bodie begeistert mit allen Einrichtungen, die damals ein Gemeinwesen in der weitläufigen Öde benötigt hat. So kommen jährlich kommen etwa 200.000 Besucher trotz der beschwerlichen Anfahrt in die Geisterstadt.

Historic Cars in Bodie - sehenswert auch für alle Freunde historischer US-Automobile.

Freunde von historischen US-Oldtimern finden in Bodie eine ganze Reihe von interessanten Exemplaren aus er Zeit der 1920er und 1930er Jahre.
 
Die meisten von ihnen - alte Fords und Chevys - sind vom Zahn der Zeit gezeichnet und mit braunrotem Rost überzogen - sieht ganz attraktiv aus übrigens! Ausführlich zeigen wir diese alten Automobile der damaligen Epoche in unserer Bildergalerie 
Eine original erhaltene Shell-Tankstelle der damaligen Zeit und ein gepflegt restauriertes Exemplar des Dodge Graham, Baujahr 1927, einem Urahn der heutigen Ram-Pickups von Chrysler, geben als Ensemble einen guten Einblick in die Motorisierung damals.
 
Der California State Historic Park Bodie - die mühevolle Anfahrt zur Geisterstadt Bodie. 
 
Obwohl dieser verlassene Ort Bodie aus der glorreichen Goldgräberzeit sehr abgelegen und auf fast 2.552 m Höhe in unwirtlichem Klima - heisse Sommer, schneereiche Winter -  liegt, wird es doch häufig von neugierigen Touristen besucht, die hier versuchen, sich in die alten Zeiten zurück zudenken.

Die Geisterstadt Bodie erreicht man, wenn man den vierspurig ausgebauten Highway 395 verlässt und, gelinde gesagt, 'in die Pampas' auf die Bodie Road abbiegt.
 
Ein Rundweg von 43 Meilen bietet sich über den Scenic Byway 'Hwy' 270, den 'Hwy' 167 und zurück auf den Highway 395 an.
 
Zwölf Meilen davon sind strassenmässig allerdings in einem ungeteerten, absolut miserablen Zustand und nur per Allrad-Antrieb oder von sehr geübten Fahrern im normalen PKW zu bewältigen.

Unterwegs hat man übrigens schöne Ausblicke auf die ostkalifornische Bergwelt und auf den sehenswerten Mono Lake
Die Rundfahrt durch die Einöde ist aber wegen des ausgesprochen schlechten Strassenzustands wirklich strapaziös für Fahrzeug und Insassen. Mit Mietwagen ist die Strecke laut den kleingedruckten Bedingungen – eigentlich – nicht zu befahren, wir haben es aber trotzdem gemacht.

Die Geisterstadt Bodie aus der Goldgräberzeit ist heute ein California State Historic Park. 
 
Scenic Backroad Tours - Motor Touring in the Eastern Sierra - Mono County, California

Kalifornien - Amerikas beliebter, sonnenreicher Bundesstaat an der Pazifikküste.