Reisebericht Tunesien

Eine grosse Backpacker-Rundreise durch Tunesien, dem faszinierenden Reiseland in Nordafrika.

Reisebericht Tunesien

Der Reisebericht 'Tunisreise' - die erste Internet-Veröffentlichung unseres Autors überhaupt.

Als unser Autor Helmut Möller im Frühjahr 2005 von seiner abenteuerlichen Rucksackreise durch Tunesien zurückkehrte, wurde er von Freunden immer wieder nach seinen Reise-Erlebnissen gefragt. Eigentlich ist Tunesien ja eher für den organisierten, preiswerten Pauschal-Urlaub bekannt und weniger als Ziel für individuell reisende Backpacker. 

Zu der damaligen Zeit hatte Helmut Möller keinerlei Erfahrungen mit Veröffentlichungen im Internet, so erstellte er erst einmal einen Bericht als Word-Dokument und versandte ihn per eMail an Freunde und Verwandte. Mit Bildern versehen und textlich ergänzt, wurde dann sein erster Web-Beitrag daraus - erschienen auf der Reiseberichts-Seite www.um diewelt.de. Jeder fängt eben einmal klein an!

In Anbetracht dessen, dass Globetrotter-Fotos.de inzwischen zu einer viel besuchten Reisefoto-Website mit zahlreichen Reportagen und Bildergalerien  angewachsen ist, haben wir uns im Januar 2015 entschlossen, diesen Reisebericht mit dem kompletten Content hierher zu überführen. Viel Vergnügen! 

Der Reisebericht 'Tunisreise'

Reisebericht Tunesien

Die Idee zum Reiseziel Tunesien

Die Anregung zu dieser Reise gab Margit Stadlober aus Leoben/Steiermark. Dafür danke ich ihr sehr, denn Tunesien ist - trotz der Hotelburgen an manchen Küstenabschnitten - ein feines Reiseland mit unaufdringlich freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Reizvolle Landschaften, historische Sehenswürdigkeiten, mediterrane sowie orientalische Orte voller Flair mit guter Infrastruktur. Und dazu ...preiswert sowie nur zwei Flugstunden entfernt.

Reizvoller Norden

Vom Flughafen Monastir fuhr ich mit der Vorortbahn nach Sousse. Das Strandhotel Riadh Palms mit 650 Zimmern hatte ich von zu Hause aus gebucht, das Frühstück war schon fast den Zimmerpreis wert.

Besonders gut hat mir die Medina ( Altstadt ) mit fast kompletter Stadtmauer gefallen. Den besten Blick hat man vom Turm des Ribat ( mittelalterliche Festung ) sowie von der Dachterrasse des Museums Dar Essid.

Knapp zwei Stunden dauerte die bequeme Zugfahrt nach Tunis, einer wirklich schönen Hauptstadt. Gewohnt habe ich im Hotel Medina, direkt am Porte France, dem Kröpcke von Tunis. Die Medina ist so groß und verwinkelt, dass ich mich fast verlaufen hätte. In einem historischen Gebäude hörte ich ein tolles Konzert mit Dudelsack und Trommlern.

Mit der TGM - Vorortbahn besuchte ich Karthago, bekannt durch Hannibal und durch die Punischen Kriege. Einige Ruinen sind erhalten, vom Byrsa - Hügel ein großartiger Blick über die Bucht. Heute viele Villen der Reichen und Mächtigen, vergleichbar mit der Elbchaussee.

Ein Stückchen weiter, Sidi Bou Said - hoch über der Küste mit weißen Häusern und traumhaften Ausblicken. Zwei supertolle Cafés. Berühmt geworden durch die produktive Tunisreise der Maler August Macke und Paul Klee. Leider, wie schon in Tunis kühl und regnerisch.

Zur viertheiligsten Stadt aller Muslime Kairouan fuhr ich vom zentralen Busbahnhof in Tunis per Linienbus. Sehenswert die Große sowie viele weitere Moscheen, Koranschulen und Grabmale islamischer gelehrter. Im Souk aufdringliche Teppichhändler. Das Wetter etwas besser.

Reisebericht Tunesien

Wüste und Oasen

Weiter Richtung Süden, wiederum per Bus, wurde es trockener und wärmer. Die Landschaft wechselte von grün zur braungrauen Wüste. Über Gafsa ging es zur Oase Tozeur, einem sehr angenehmen Ort, wo ich drei Tage blieb. Tozeur hat den zweitgrößten Palmgarten des Landes und ist ein guter Startpunkt für Ausflüge in die abwechslungsreiche Gegend.

So fuhr ich mit der Louage ( Sammeltaxe ) in die Oase Nefta und nach Metlaoui. Von hier fährt der Lézard Rouge ( Rote Eidechse ), ein historischer Zug, langsam und mit vielen Fotohalten durch die sehr enge Seldja - Schlucht mit atemberaubenden Ausblicken.

Per Mitfahrgelegenheit und Autostop besuchte ich anschließend die Bergoasen Tamerza und Midés, unmittelbar an der algerischen Grenze.

Über einen nahezu hundert Kilometer langen Damm durch den riesigen, zurzeit ausgetrockneten Salzsee Chott el - Jerid ging die Weiterfahrt mit der Louage nach Douz. Hier enden alle Straßen. Diese einmalig schöne Oase ist daher die ideale Ausgangsbasis für Touren ins Grand Erg Oriental, dem großen Sandmeer.

Mit dem Hotel 20 Mars hatte ich ein angenehmes und komfortables Quartier mit einem Blütenmeer im Innenhof herrlichem Blick über die vier Tore des großen Marktplatzes von der Dachterrasse aus. Prima zum Relaxen, gerne wäre ich länger als die zwei Tage geblieben.

Reisenericht Tunesien

Großes Sandmeer

Gemeinsam mit zwei Australiern und einem frankokanadischem Paar bekam ich von Nefzaoua Vayages einen sympathischen Fahrer mit großem Turban und allradgetriebenen Toyota - Landcruiser. Und so ging es los, ca. 150 km weit nach Süden über die teilversandete Pipeline - Piste zur abgelegenen Oase Ksar Ghilane.

Gelber Sand und gewellte Dünen, soweit das Auge blickt. Sahara pur! Übernachtet haben wir im Zelt, gebadet unter Palmen im Pool der heißen Quelle. Ein absoluter Höhepunkt die lange Wanderung durch tiefen Sand und die sechsstündige Rückfahrt nach Douz über endlose Dünen.

Sand, Sand, Sand. Ich hätte, bei all meiner Wüstenerfahrung, nicht gedacht, dass eine solche Strecke mit einem Auto zu bewältigen ist.

Reisebericht Tunesien

Von der Sahara zum Meer

In umständlicher Louage - Fahrt durch eher eintöniges Wüstengebiet erreichte ich dann Matmata. In diesem Ort hat früher die Berber - Bevölkerung ausschließlich in umfangreichen, durch unterirdische Gänge verbundene Erdhöhlen gelebt. Eine regelrechte Mondlandschaft, deshalb sind hier auch etliche Star Wars - Filme gedreht worden. So auch in meinem Hotel Sid Idriss, ich hatte die Vierbett - Höhle Nr. 16. Als wäre es nicht von dieser Welt.

Von Gabés ging es in dreistündiger Zugfahrt nach El Djem. Hier steht mitten in der modernen Stadt ein riesiges Kollosseum. das größte Bauwerk der Römerzeit in Afrika.

Nicht mehr weit ist es bis Mahdia. Die Medina, ideal gelegen auf einer schmalen Halbinsel des Cap d´Afrique. Leider waren die Altstadt - Hotels belegt, so wohnte ich an der Corniche. Eine wunderbare Atmosphäre, speziell auf den kleinen Plätzen, wie der Place du Caire. Einfach entspannen, Minztee trinken und die Blaue Stunde genießen.

Am letzten Tag schnell mit dem Zug nach Monastir. Vom Turm des großen Ribats einen Blick über die Stadt. Und dann ...ab zum Airport, der Air - Berlin - Flieger wartete schon.

Tunesiens Highlights an Mittelmeer und Sahara - erlebt und authentisch beschrieben!
 Reisebericht Tunesien

Tunesien - das beliebte orientalische Reiseziel im Norden Afrikas.

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