Ägyptens Sahara Oasen

Die Oasen Siwa, Bahariya, Farafra, Dakhla, Kharga - in der ägyptischen Sahara.

Grandiose Erlebnisse einer abenteuerlichen Reise - mit Bus, Allrad-Jeep, Sammeltaxi und per Pedes!
 
 
 
Ein Reisebericht - die geheimnisvollen Sahara Oasen im ägyptischen Wüstensand.

Diese hier geschilderte abenteuerliche Fahrt ist Teil einer gut dreiwöchigen Reise durch Ägypten gewesen - von Kairo nach Kairo, über... Alexandria, Mersa Matruh, durch die Sahara mit den aufgeführten Oasen sowie weiter nach Assiyut und Luxor in Oberägypten.

Von unserem allein als Backpacker reisenden Autor wurden für diese Reise die verschiedensten Verkehrsmittel - wie die ägyptische Eisenbahn, Linienbusse, ein Oldtimer Allrad-Pickup von Ford, ein Leihfahrrad, ein Peugeot 504 Sammeltaxi und stets überfüllte Minibusse - benutzt.

  • Siwa - Oase Bahariya - Schwarze Wüste - Weiße Wüste - Oase Farafra - Oase Dakhla - Kharga

Fotos, Fotos, Fotos... unsere absolut authentische Bildergalerie zeigt ausgesuchte Aufnahmen des Teils der abenteuerlichen Fahrt, die von Mersa Matruh am Mittelmeer bis nach Mut in der weitläufigen Oase Dakhla führte.

Vom entspannten Badeort Mersa Matruh - im zweiten Weltkrieg Rommels Hauptquartier - am Mittelmeer zur geheimnisvollen Oase Siwa geht es meistens schnur geradeaus ungefähr 300 km auf guter Asphaltstraße durch ebene die Geröll-Wüste der Qattara-Senke mit dem Linienbus.

Es ist ein eher langweiliger Abschnitt, wenn man unterwegs keine Gesellschaft unter den zumeist einheimischen Fahrgästen findet.

Die Oase Siwa - für die mehrtägige Erkundung dieser 80 Kilometer langen Oase mit Salzseen, Container-Bergen, weitläufigen Palmgärten und Pharaonen-Tempel nutzten wir ein abgegurktes Leihfahrrad des Vermieters unserer einfachen Herberge.

Auf der Piste - mit sieben weiteren Globetrottern im Oldtimer-Pickup, Wüstenabenteuer pur!

Gemeinsam mit munteren Travellern aus verschiedenen Ländern, die sich in Siwa zusammen gefunden hatten, ging es in einem jahrzehntealten Ford-Allrad-Pickup auf oftmals tief versandeter Piste in zwei Tagen über die Oase Bahariya bis zu den Palmgärten von Farafra. 

Organisiert hatte unser 'Hotelier' in der Oase Siwa diese abenteuerliche Tour. Durchgeführt wurde sie von einem Bewohner der Oase Siwa vom Stamm der Berber und seinem Sohn mit einem US-Ford F 100 Allrad-Pickup aus den 1960er Jahren, also einem echten Oldtimer.

Mit an Bord war auch ein Mitarbeiter der ägyptischen Altertümer-Verwaltung, der wohl insgeheim aufpassen sollte, dass die Teilnehmer dieser kleinen Expedition keine Altertümer aus der Pharaonen-Zeit einpacken würden.

Acht unternehmungslustige Fahrgäste waren wir, so teilten wir uns die Plätze in der Kabine und auf den ungepolsterten Bänken der Pritsche ohne jeglichen Streit.

Die Unterhaltung untereinander lief auf Englisch, für uns Deutsche, Finnen, Dänen und Slowenen der günstigste gemeinsame Nenner.

Für diesen Abschnitt der Wüstenpiste ohne feste Strasse benötigt man ein eine Genehmigung der ägyptischen Regierung.

Dieses sogenannte Tasrih besorgte uns der einheimische Fahrer, es wurde tatsächlich an mehreren einsamen Checkpoints mitten in der ansonsten menschenleeren Sahara kontrolliert.

Die abenteuerliche Fahrt durch die unendliche libysche Wüste verlief überwiegend auf oftmals von gelbem Sand verwehter Sand- Kies- und 'Wellblech'-Piste der übelsten Art. 

Übernachtet wurde in der ersten Nacht in der offenen Wüste nördlich von Bahariya im Schatten von mächtigen Sanddünen.

Aber trotz ausgelegter Wolldecken, mitgenommener Schlafsäcke und einem Lagerfeuer wurde es nachts für uns bitterlkalt.

Da zeigte die Sahara ihr kaltes Nachtgesicht! Nach einem Frühstückshalt in der Oase Bahariya durchquerten wir weiter südlich die sogenannten Schwarze Wüste, hier kletterten wir auch auf dem sogenannten 'Chrystal Mountain' herum.

Der National Park Weisse Wüste oder White Desert - el-sahara el-beida.

Ein ganz besonderer Höhepunkt waren am zweiten Tage dann die erodierten bizarren Kalkstein-Felsen mit ihren riesigen Monolithen in der legendären Weissen Wüste, die dreissig Kilometer vor der Oase Farafra aufgrund niedriger Durchdchnitts-Geschwindigkeit erst zur Sonnenuntergangs-Zeit erreicht wurde.

Weil einige Mitreisende - es waren die Finnen - wegen der erwarteten Nacht-Temperaturen in der Weissen Wüste so um den Gefrierpunkt partout nicht wieder im Freien übernachten wollten, hatten wir in der Oase Farafra dann doch eine recht angenehme Hotel-Übernachtung im Badawiya.

Dank der Fahrkünste des in der Oase Siwa einheimischen Fahrers verlief der zweitägige Streckenabschnitt dieser Fahrt ohne nennenswerte Zwischenfälle - wenn man von zwei typischen, aber folgenlosen Reifenplatzern absieht.

Mit einem Oldtimer-Peugeot als  Sammeltaxi zur nächsten Oase - Dakhla.

Per landesüblich überfülltem Peugeot-504 Sammeltaxi einer vergangenen Epoche kamen wir nach angenehmer Nachtruhe am nächsten Tag im mittelalterlich geprägten El Ksar in der Oase Dakhla an.

Weihnachten unter Palmen - im dortigen 'Tourist Rest House' blieben wir mehrere Tage und feierten mit einigen internationalen Gästen den Heiligen Abend mit ägyptischem Stella-Bier.

Bei ausgiebigen, stundenlangen Wanderungen erlebten wir die einsame Sand- und Steinwüste der Sahara mit ihren bizarren Fels-Formationen der fussläufigen Umgebung besonders intensiv. Das waren unwiederbringliche Momente - ein Genuss für 'Wüstenfüchse'!

Und dann... ging beim 'Foto-Shooting' einer Kamel-Karawane mitten im heissen Wüstensand nahe Mut unsere analoge Taschenkamera kaputt.

Fazit, ab jetzt gab es keine Foto-Dokumentation der Reise mehr, vielleicht sollte man auf eine solche spannende Reise immer eine Reserve-Kamera mitnehmen!

Abenteuer pur - als Backpacker von Oase zu Oase in der Libyschen Wüste Ägypten unterwegs!

Die Reise ging per Linienbus noch mehrere hundert Kilometer auf asphaltierter Piste weiter durch die schier endlose Wüste. Wir sahen unterwegs natürlich noch die riesigen, sichelförmigen und goldgelben Wanderdünen im Bereich der Oase Kharga.

Die letzte einsame Sahara-Nacht hatten wir dann in einem Dorf südlich von Kharga, bevor wir per Linienbus in Assiut das grüne Niltal erreichten.

Hier stiegen in den komfortablen Zug, der uns für weitere herrliche ägyptische Tage über den Jahreswechsel nach Luxor brachte.

Fotos, Fotos, Fotos... steigen Sie noch tiefer ein in die Geheimnise der Sahara-Oasen!

Erleben Sie auch unsere ausführlichen Einzel-Reportagen der ägyptischen Oasen mit weiteren faszinierenden Bildergalerien dieser einmaligen und abenteuerlichen Fahrt, sortiert nach dem Fahrtverlauf von Nord nach Süd:

Die ägyptische Sahara und ihre Oasen in der libyschen Wüste - ein ganz besonderes Abenteuer für unternehmungslustige Menschen, die die Wüste hautnah erleben möchten!

Das ultimative Reise-Abenteuer - Ägypten weitab der ausgetretenen Touristen-Pfade!

Unserer Einschätzung nach kann jeder Individual-Reisende, der mindestens 10 Tage seiner kostbaren Zeit opfert und nicht besonders hohe Ansprüche an den Komfort stellt, auf dem Sahara-Abschnitt von Mersa Matruh bis nach Assiyut noch das ultimative Wüstenabenteuer erleben.

Man muss nur etwas Mut zum Abenteuer aufbringen, einigermassen gut organisieren können und keine Scheu haben, mit Menschen anderer Kulturen - am besten auf Englisch - in den Dialog zu treten.

Und dann ist man weit abseits des Trubels dieser Welt mit einem ausserordentlichen Glücksgefühl unterwegs, ganz ohne besondere Risiken für Leib und Leben.

Ägypten als spannendes nordafrikanisches Reiseland bietet eben viel, viel mehr als das übliche pauschale Standard-Angebot für Pauschalurlauber 'Nilkreuzfahrt plus Badeurlaub'!

Das können Sie uns ruhig glauben, denn während insgesamt acht, stets selbst organisierten, voll individuellen Ägypten-Reisen sind wir dem dortigen Leben und den abenteuerlichen Möglichkeiten durchaus auf den Grund gegangen.

Und... die Sehnsucht nach neuen Abenteuern in Ägypten brennt immer noch!

Ägypten... Wüsten - Oasen - der Nil - quirlige Städte - reizende Menschen!