Abu Simbel

Abu Simbel an Ägyptens Nasser-Stausee - der spektakulär hochgelegte Tempel Ramsis II.

Der vor Überflutung durch den Nasser-Stausee gerettete Tempel Ramsis II - Abu Simbel.

Unsere erste Reise nach Ägypten war inspiriert von den begeisterten Erzählungen eunseres früheren Arbeitskollegen Kalli, der einen echten Narren an diesem faszinierenden Land gefressen hatte und... hat!

So machten wir uns im März 1998 per Flieger nach Kairo auf den Weg, hangelten uns per Bus, Minibus, Bahn und Taxis den Nil herunter über Luxor bis nach Assuan, der angenehmen Stadt in Oberägypten.

An allen Sehenswürdigkeiten, ansonsten oft von Reisegruppen überlaufen und total verstopft, hatten wir damals erfreulicherweise so richtig 'freie Bahn'.

Wie schon so häufig war es unruhig in Ägypten, auch hatte es kurz vor Reiseantritt zwei grässliche Anschläge sowohl am Ägyptischen Museum in Kairo als auch auf dem Hatsepsut-Tempel auf der Luxor-Westbank auf Touristen gegeben.

Wie es schwarmintelligente Menschen dann üblicherweise machen, sie buchen um und reisen einfach woanders hin, zum Beispiel auf die so beliebten Balearen oder Kanaren. Wer kann es ihnen verdenken!

Wir aber hatten den sichersten Urlaub aller Zeiten, denn so gut und fürsorglich von Polizei und Militär bewacht waren wir vorher noch nie! Ausserdem hatten wir Tempel, Gräber und die anderen Sehenswürdigkeiten Ägyptens ganz für uns, so gut wie jedenfalls! 

Nach Abu Simbel - zur Sicherheit bitte nur auf dem Luftweg.

Von Assuan wollten wir dann gerne auch den grossen Tempel des Pharaos Ramses des II. in Abu Simbel besuchen. Zu ruhigen Zeiten, ein Job für Bus- und Minibus-Fahrer aus Assuan, die die 300 km lange Strecke in den tiefen Süden hin und zurück in gut sechstündiger Wüstenfahrt vollbringen.

Wegen möglicher Terror-Gefahren unterwegs, war diese Möglichkeit von den örtlichen Behörden damals aber untersagt worden. So blieb uns nur der Weg zum Air-Egypt-Büro im Zentrum. Das Retourticket gab es für umgerechnet DM 130,-, hinzu kam die Taxifahrt zum ausserhalb liegenden Airport, also los!

Die Wartezeit auf die Maschine wurde durch ein Video über die spektakuläre Versetzung des gesamten Tempels um 70 m in der Höhe verkürzt. Ein guter Vorgeschmack.

In der uralten, schon ziemlich klapprigen Boeing 737 ohne Länderkennung und Airline-Bemalung, sass übrigens auch eine deutsche Reisegruppe, angeführt von einer resoluten Ägypterin mit Walküre-Figur. Während des Fluges las sie in dem bekannten Buch 'True Lies'!

Auf einem unserer Fotos ist diese Reisegruppe auch zu sehen, eng aneinander gedrückt auf einem Haufen. Nur ein älterer Herr stand deutlich abseits und wurde daraufhin von seiner besseren Hälfte angeschnarcht: 'Hier darfst Du nicht stehen!' Soviel zum Pauschaltourismus!

Wir haben unsere freie Zeit genutzt, um die gewaltige Tempelanlage gründlich von allen Seiten zu bestaunen und mit unserer Taschenkamera festzuhalten. Vor Ramses dem II. hatten wir uns ob seiner grossen Leistungen schon in der Mumienhalle des Ägyptischen Museums in Kairo verneigt.

Geniessen Sie unsere Bildergalerie von Abu Simbel, vielleicht verschlägt es Sie ja auch mal dort hin!

Faszinierendes Ägypten - Wüsten - Oasen - der Nil - quirlige Städte - reizende Menschen!